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Spiritualität der Indianer
"Belästige niemanden seiner Religion wegen Achte die Ansichten
anderer und
verlange von ihnen, dass sie auch die deinen achten. " Tecumseh
Indianer waren mit der Natur fest verbunden.
Die Spiritualität prägte das gesamte Leben. In jedem Stein, jeder
Pflanze, jedem Tier wohnte ein Geist und über allem stand der
Schöpfer. Alles im Leben gehörte zusammen, war mit der Natur in
einer Einheit.
Spirit of Native Indians
Träume waren für die Indianer etwas lebenswichtiges. In ihren
Träumen bekamen sie Kontakt zu ihren Schutzgeistern und fragten
diese um Rat. Die Geistwesen traten in Form von Tieren oder
Pflanzen, als Naturerscheinungen, wie Blitz oder Donner, als Stein
oder Berg mit ihnen in Verbindung. Sie erlebten die Träume als etwas
völlig Normales und auch Reales.
Heiler unter den Indianern
Das Heilen war ein ganz wichtiger Lebensinhalt. Je nach Region und
Sprache gab es unterschiedliche Bezeichnungen für den Medizinmann.
In den östlichen Stämmen wurde er "Schamane" genannt, in der
Algonkinsprache bezeichnete man ihn als "Powwow", wobei es sich
dabei auch um eine Frau handeln könnte.
Alle Heiler glaubten an eine allmächtige, übernatürliche Kraft, und
jeder hatte seine bestimmten Methoden.
Der Medizinmann des jeweiligen Stammes wurde besonders geschützt,
was bei kriegerischen Auseinandersetzungen der Fall war. Nahm man
einem Stamm den Heiler weg, so wurde ihm dadurch auch die Fähigkeit
genommen, mit der Geisteswelt Kontakt aufzunehmen.
Der Glaube war für die Indianer immer sehr wichtig. Das Leben hatte
feste Regeln und Gesetze, an die man sich halten musste, um
Schwierigkeiten mit den jeweiligen Geistwesen zu umgehen.
Kam ein Patient zu einem Heiler, so wurden zu allererst dessen
Schutzgeister angerufen. Der Medizinmann der Co manchen schlug die
Trommel, um sich selbst in Trance zu versetzen, um dann mit den
Geistwesen zu kommunizieren.
Der Heiler bei den Schwarzfußindianern hatte eine spezielle
Holzpfeife, eine heilige Pfeife, geschmückt mit Federn, Fell und
Perlen. Diese wurde in einem Ritual beim ersten Gewitter im Frühling
geopfert, um Kraft und Heilung zu erbitten.
Die Schamanen trugen einen kleinen Beutel bei sich, gefüllt mit
Knochen, Wurzeln und Häuten, um Böses abzuwenden.
Medizinmänner von anderen Stämmen wiederum massierten mit speziellen
Stäben oder malten, während sie sangen, Bilder auf den Boden, auf
die sich die Kranken setzen mussten, um mit dem Überirdischen
Kontakt zu bekommen.
Einige Stämme glaubten daran, dass die Krankheit ein Verlust der
Seele bedeutet, die durch besondere Rituale wieder zurückgeholt
werden musste.
Da die Indianer ja mit der Natur aufwuchsen, kal1l1te sich auch
jeder Heiler mit Kräutern aus. So wussten sie um die Wirkung der
Zaubernuss bei Krankheiten der Inneren Organe. Spinnweben stillten
Blutungen. Wehen Z.B. leitete man mit einem Tee aus getrockneten,
zermahlenen Blättern des Feigenbaumes ein.
Der "Geist" des Lebens
Von den Algonkin "Manitu", den Sioux "Wakonda" und den Irokesen "Orenda"
genannt, war der "Geist" des Lebens eine umfassende, riesige
Lebenskraft, ein wunderbares Geheimnis, an das die Indianer
glaubten.
Für diese Menschen stellte die Natur, die komplette Schöpfung, ein
geschlossenes, energiereiches System dar, das natürliche Regeln und
Gesetze hatte, die das Leben bestimmten.
Mit diesem ganz massiven Glauben meisterten sie ihr Leben auf eine
besondere Art, nur uns teilweise unvorstellbar, jedoch geheimnisvoll
und interessant zugleich.
Die Indianer hatten z.B. die Gabe, etwas Gehörtes Wort nur Wort
abzuspeichern und nach langer Zeit komplett abzurufen.
Sie konnten sich derart auf Ereignisse, Daten, und Gesprochenes
konzentrieren, dass dies bis ins Detail ins Gedächtnis geschrieben
und jederzeit wieder abrufbar war. Sie waren allzeit fähig, nur auf
das Wesentliche zu achten, und beschäftigten sich nicht, wie in
unserer Zeit üblich, mit mehreren Dingen gleichzeitig.
Indianer hatten großen Respekt vor dem Glauben des Anderen. Es war
rur sie unfassbar, dass sich Menschen aufgrund von unterschiedlichen
Glaubensansichten anfeinden und bekämpfen konnten.
Schon die Achtung vor jedem Lebewesen war ihnen in die Wiege gelegt.
Jeder Tag wurde im diesseits ausführlich gelebt, mit jeder
Empfindung, jedem Atemzug, jedem Geruch und Geschmack.
Die besondere Gabe der Indianer, das Bewusste mit dem Unterbewussten
zu verbinden, die Macht des Glaubens und die massive
Naturverbundenheit machte sie zu einem Volk, welches die Gedanken
und Handlungen der Weißen recht schwer verstehen konnte. Die
Konfrontationen mit dem "weißen Mann" führten zum Zusammenprall
völlig konträrer Geisteshaltungen.
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