|
So leben sie heute
Man kann die heutige Situation der Indianer mit der der Dritten Welt
vergleichen. Sie haben mit großen Problemen zu kämpfen. Hohe
Arbeitslosigkeit, Armut, schlechte medizinische Versorgung,
unzureichende Bildungsmöglichkeiten u.v.m. prägen ihr Leben.
Der erfolgreichste Geschäftszweig sind die Casinos. Da sie sich
außerhalb der staatlichen Grenzen befinden ist das Glücksspiel dort
möglich, was ja eigentlich in den meisten Staaten verboten ist.
Die Nachkommen der Indianer leben in ca. 300 Reservaten.
Ihr größter Feind ist eigentlich der Alkohol, der bei vielen über
die massiven sozialen Probleme hinweghelfen soll. Aus diesem
Drogenproblem heraus entwickeln sich Gewalt und eine ansteigende
Suizidrate.
Auch außerhalb der Reservate leben Indianer. Diese sind in den 50er
und 60er Jahren in die Großstädte gezogen. Jedoch dort angekommen
mussten sie eigentlich ihre eigene Identität aufgeben, d.h. sie
verloren alle ihre Rechte, die sie noch in den Reservaten hatten. In
den Großstädten gehören sie auch heute noch zu den Benachteiligten,
die in Elendsvierteln wohnen. Hier haben sie dieselben Probleme wie
ihre Verwandten in den Reservaten, jedoch kommt noch, auf Grund
Ihrer Kultur, die soziale Isolation hinzu.
|